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Ereigniſſe, die ihres Bruders Heirath begleitet hatten, auf das Bitterſte in ihren frohen Hoffnungen getäuſcht„ worden war, that ihr Möglichſtes, um ihre Verſtimmung hinter gütigen, heiteren Reden zu verbergen. Auch war ſeit einiger Zeit eine frohe Hoffnung aufgetaucht, welche die gute Seele für gar Manches entſchädigte.„Na, Gott ſei Dank,“ pflegte ſie zu ihrem engſten Freundeskreiſe zu ſagen,„der alte Stamm der Longuevilles ſoll nicht ausſterben.“
Und in dieſer neuen Hoffnung und in der zarten, liebevollen Sorge um die junge Frau vergaß die treff⸗ liche Schweſter Alles, die Verbannung ihres Bruders und das Schwinden der früheren Glorie ſeines Namens. „Ach, man hat die alte Geſchichte ſchon längſt vergeſſen,“ tröſtete ſie ihn,„Du kannſt es mir glauben, kein Menſch denkt mehr daran. Laß jetzt irgend einen Miniſterwechſel, oder die japaneſiſche Geſandtſchaft, oder irgend einen kleinen Skandal auftauchen, und Innocenzia's Fall wird
nie mehr erwähnt. Ich ſage Dir, man bewundert ſie mehr als je, ſie iſt bildſchön geworden.“ „Und doch iſt es entſetzlich für einen Mann, bei der Bewunderung, die man ſeiner Frau zollt, ſtets an etwas anderes denken zu müſſen,“ ſagte Sir Alexis ſeufzend, denn er fühlte ſich körperlich und geiſtig furchtbar ge⸗ reizt und elend. Der arme Mann! Heimlich quälte ih
Hliphant, Innvcenzia MW. 13


