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junge Seele faſt unwillkürlich in der erſten Zeit ihrer Verheirathung erſchloſſen hatte, und ſie empfand, daß an deren Stelle etwas Neues, Störendes, Schmerzliches getreten war, über das ſie ſich jedoch noch nicht klar ge⸗ worden war. Die beſtändige Aufſicht, die nimmer ruhende Kritik, die Sir Alexis über ihr Thun und Laſſen übte, fing an ſie zu beunruhigen. Dem armen Kinde dämmerte die Nothwendigkeit auf, Worte und Handlungen wol zu überlegen und darüber nachzudenken, wodurch ſie ihm gefallen könne. Aber auch dies geſchah von ihrer Seite faſt wie unbewußt, eben ſo wenig als ihr Gatte ſich klar darüber war, daß der gereizte Zuſtand ſeines Gemüthes ſich ſo bemerklich mache, daß er ſelbſt ihrem ſchwachen Verſtändniß ſich aufdrängen müſſe. Keines von Beiden wußte eigentlich, was ſo anders geworden war, aber ihr Leben hatte eine durchaus neue Wendung genommen, und die ſchöne Zeit der Unbefangenheit war dahin.
Die Longuevilles waren ungefähr ein Jahr lang abweſend, und dennoch war Sir Alexis nach ſeiner An⸗ kunft in London noch eben ſo ängſtlich im Vermeiden aller Geſelligkeit und fürchtete ſich noch ebenſo ſeine junge Frau in die Oeffentlichkeit zu bringen als früher. Sie ſahen außer Mrs. Barelay nur einige wenige Freunde bei ſich. Die gutmüthige Frau, die durch die


