Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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aller Welt ſoll denn das nicht gleich abgemacht werden?“ rief ſie;„ich habe nie viel Zeit unnütz verſchwendet. Die Leutchen werden viel glücklicher ſein, wenn ſie end⸗ lich in's Reine gekommen ſind.“ Und vielleicht hatte ſie darin nicht ſo ganz Unrecht. Aber wo das Gefühl in Frage kommt, da wird nicht immer darnach gefragt, ob es auch das Richtige empfiehlt.

Als John Vane fort war, athmete NRelly leichter auf. Sie war frei von den Banden, in die ihre jungen, thö⸗ richten Hände ſich hatten ſchlagen laſſen, nun wollte ſie die neue Freiheit genießen. Sie lief umher in der Villa Vane wie ſonſt zu Hauſe. Der Schall ihrer ſchnellen Füßchen tönte wieder wie das Murmeln des Baches; ihr leiſes, liebliches Lachen, ihre immer ſanften Bewegungen, das reizende Kommen und Gehen ihrer anmuthigen Per⸗ ſönlichkeit wirkte wieder auf Alle wie Vogelgeſang und Lenzesfreude. In dieſem ſtark bevölkerten Hauſe waren leichte Fußtritte und junge heitere Geſichter nichts Unge⸗ wöhnliches, aber dennoch behauptete Nelly ihre Eigenthüm⸗ lichkeit und dieſe machte ſie unter Allen ſofort erkennbar. Ich glaube nicht, daß Ernſt Molyneur ſich ſehr„ſchlau“ befand, ſeit er ſich von Nelly getrennt hatte, und ich würde darin auch nur eine poetiſche Gerechtigkeit erkennen, da er das arme Mädchen ſo oft gequält und gekränkt hatte. Er iſt ſeither ſehr bitter gegen die Frauen zu