Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Felde gezogen und hat in ſcharfen Artikeln ſeinem Herzen Luft gemacht. Wir wollen hoffen, daß ihm dadurch das Herz auch wirklich leichter geworden iſt und daß er ſich ebenſo getröſtet hat wie Nelly. Dieſe heilte ihre Herzens⸗ wunde an den Blüthen des Frühlings und in der Um⸗ gebung der ſie vergötternden jungen Schülerinnen in der Ville Vane. Wie ſie ſie alle bewunderten! Sie war durchaus nicht ſo„heilig“, auch nicht ſo ernſt und ſtill wie die arme Innocenzia, die zur Märtyrerin beſtimmt geweſen war, wie die frommen Schweſtern verſicherten; aber Nelly war ſo reizend, ſo klug, ſo geſchickt. Und — flüſterte man ſich nicht in der kleinen Gemeinde zu, daß ſie einen Liebhaber zurückgewieſen habe, weil er nicht ihrem Ideal entſprochen, und hatten ſie nicht Alle geſehen, daß Mr. Vane, der in der Villa in Aller Augen der Typus echteſter, ſchönſter Männlichkeit war, ihr hul⸗ digend zu Füßen gelegen? Die jungen Mädchen meinten, ſie hätten noch niemals etwas ſo Reizendes geſehen als Nelly und ahmten ihre Stimme, ihre Bewegungen, ſelbſt ihre Sprechweiſe nach; und Nelly erholte ſich von ihren langen bangen Kämpfen in dieſem geregelten Leben, unter den Blumen und jungen, lieblichen Mädchengeſichtern.