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— und mit aller Herzlichkeit gefangen.„Man kann meinem
Bruder nicht böſe ſein, er iſt ſtets aller Leute Liebling geweſen,“ erklärte Miß Lätitia.
„Ja, Mr. Vane iſt überall beliebt,“ antwortete Nelly, an die das Wort gerichtet war.„Liebes Kind, hier im Hauſe ſollteſt Du meinen Bruder„John“ nennen,“ er⸗ wiederte die Schweſter mit ſchelmiſchem Lächeln. Und was ſollte nun unſre Nelly bei ſo unvorhergeſehenen Angriffen thun? Sie gab ſich alle mögliche Mühe, ſich einzureden, wie leicht jetzt ihr Herz ſei, ſeitdem ſie nicht mehr zwiſchen Pflicht und Gewiſſen zu ſchwanken brauche, und wenn ihr des Bruders kühne Andeutung in den Sinn kam, da verſuchte ſie ſich einzubilden, daß ihr das völlig gleichgültig ſei. Und in Wahrheit, Nelly bebte vor dem Gedanken zurück, wie natürlich jedes edle und hochherzige Mädchen, Hand und Herz ſofort an einen Andern zu übertragen; dieſer Tauſch erſchien ihr ſchreck⸗ lich, obgleich ſie, ohne es zu wiſſen, ihn ſchon längſt im eigenen Herzen vollzogen hatte. Nach Verlauf von vier⸗ zehn Tagen verſchwand denn auch John Vane ganz plötz⸗ lich, indem er es der Zeit überließ, zu ſeinen Gunſten zu wirken. Er begriff mit ſeinem feinen Takte vollkommen, warum Nelly zögere, ſeinem offen und frei entgegenge⸗ brachten Werben Gehör zu ſchenken. Die Schweſter hin⸗ gegen konnte das nicht ſo leicht begreifen.„Weshalb in


