Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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einen Eſel wie Molyneux, da Du den beſten Kerl in der ganzen Welt haben kannſt, John Vane—“ „Plantagenet, wie darfſt Du ſo mit mir ſprechen?“ „O, dürfen?— Das will ich ſchon verantworten,“ entgegnete er gelaſſen,„ich weiß recht wol, was ich ſage. Was? Ein Menſch, der Dich im Stich laſſen kann, wo Du ihn am meiſten brauchteſt, der Dir nicht mit Rath und That zur Seite geſtanden iſt in der Stunde der höchſten Noth! Beim Zeus!“ rief der junge Mann empört,—„ein ſolcher Gelbſchnabel, der nicht neben John Vane geſtellt werden darf, ebenſo wenig wie— wie ich ſelbſt! Wenn Du ſo eine Thörin ſein kannſt, Nelly, dem Menſchen noch einen trüben Gedanken nachzuſchicken, dann hört mein Glaube an edle Weiblich⸗

keit auf, das ſage ich Dir!“

Der Bruder ging ein paar Mal im Zimmer auf und nieder, um ſich nach dieſer gewaltigen Rede etwas abzukühlen. Aber bei Nelly war alle Widerſtandskraft zu Ende. Sie konnte weder lachen, noch böſe ſein. Ihr that das Herz weh, ſie wußte ſelbſt nicht, was es für Schmerzen waren. Das Geheimniß, welches ſie ſchon ſeit längerer Zeit vor ſich ſelbſt verborgen gehalten, war jetzt von dem Bruder mit klaren Worten aufge⸗ deckt worden. Ihre Stellung zwiſchen den beiden Männern, zwiſchen Ernſt Molyneur und John Vane,