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Seele lächeln, die erlöſt vom Erdenleid ſich ſelbſt wieder⸗ findet im Himmel und ſtaunend erkennt, wie kurz die Strecke geweſen, die ſie von ihm getrennt hat.
Und nach und nach wurde ſie wieder ganz klar ſich ihrer bewußt und ruhig. Sie bereitete ſich auf ihre Heim⸗ reiſe vor, dem Anſcheine nach ohne eine beſonders tiefe Em⸗ pfindung, daß etwas Entſetzliches an ihr vorübergegangen war. Sir Alexis, der um zehn Jahre gealtert ſchien, ſo furchtbar hatte ihn dieſe Zeit der Qual erſchüttert, be⸗ eilte ſich, dieſe Ruhe zu benutzen und Innocenzia nach Longueville zurück zu bringen.
„Sie muß krank werden— es iſt unmöglich, daß ſie es ſo überwindet,— dieſe Ruhe kann nicht dauern!“ ſagte er. Aber er ſelbſt war viel näher daran krank
zu werden als die junge Frau. Sie hatte in ihrer kind⸗ lichen Einfalt die ganzen Vorgänge nicht halb ſo tief empfunden wie ihr Gatte. Sie hatte kein Gefühl da⸗ für, verſtand es überhaupt gar nicht, was ihm ſo ent⸗ ſetzlich war: dieſes Heraustreten an die Oeffentlichkeit, ſein Privatleben, ſeine Heirath beſprechen zu hören, den Namen ſeiner Frau in Aller Mund zu wiſſen. Für Innocenzia exiſtirten ſolche Empfindungen nicht; ſie hatte nichts gefühlt als die Pein der Einſamkeit und die un⸗ klare Angſt vor einem perſönlichen Schmerz, der ihr angethan werden ſollte. Das war Alles, und ſobald ſie


