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Stimme klang wie Vogelgeſang durch all das Getöſe hindurch. Sie achtete ebenſowenig auf die Blicke, die mit Spannung auf ſie gerichtet waren, als auf die Worte, die man ihr zurief. Kindiſch wie ſie war, ſporn⸗ ten ſie, wie ich glaube, die Aufregung um ſie her, die vielen Blicke, ſelbſt die Hinderniſſe, die man ihr in den Weg legen wollte, nur immer mehr an und ermuthigten ſie. Sie ſtieß mit der Hand die Gefängnißwärterin leicht zurück, die ſie begleitete und die in ihrem Eifer, Inno⸗ cenzia's Redefluß zu hemmen, faſt zu weit ging. Trotz aller Rufe zu ſchweigen, trotz aller Vorſtellungen ſagte ſie, was ſie ſagen wollte. Und wer ſo beharrlich fort⸗ ſpricht, darf ſicher ſein, am Ende gehört zu werden. „Sie haben die Leute nach Sachen gefragt, die ſie nicht wiſſen,“ ſagte ſie;„warum fragen Sie nicht mich? Ich weiß mehr. Ich war bei ihr. Ich will es Ihnen ſagen, wenn Sie mir zuhören wollen. O bitte, ſagen Sie den Leuten, daß ſie ſtill ſind, bitte, denn ich will Ihnen Mühe erſparen. Nein— gehen Sie fort! Ich will erſt wieder gehen, wenn ich Alles geſagt habe. (Dies galt der Wärterin, die ſie wieder angepackt hatte und ſich vergeblich bemühte, ſie zu beſchwichtigen.) „Es iſt alles wahr, nur habe ich nie zu ihr gehen und ebenſowenig in ihrem Zimmer bleiben wollen. Als ich ohne Frederick zu ihr hinauf kam, da zankte ſie erſt


