Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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ſtreben. So auch hier; der Zeuge folgte lediglich ſeinem natürlichen Antriebe und dem Wunſche, ſich ſelbſt bemerk⸗ var zu machen. Advocat Ryder nahm ihn dafür ſehr ernſtlich ins Kreuzverhör und ſuchte hauptſächlich von ihm mit Beſtimmtheit zu erfahren, in welcher Zeit eine zu ſtarke Doſis Opium den Tod herbeiführen könne. Die Verſammlung ſelbſt ſchien dieſer Verhandlung nicht mit gleichem Antheil zu folgen. Es war ein ſehr warmer Tag, der Gerichtsſaal überfüllt, und das Intereſſe des Publikums erlahmte, als der ſchwüle Nachmittag ſich dem Abend zuneigte, und es augenſcheinlich ward, daß man heute zu keiner Entſcheidung kommen würde. Das Kreuz⸗ verhör des Arztes verzögerte den Fortgang der Verhand⸗ lungen auf eine für die Zuhörer ſehr langweilige Art; auch die Geſchworenen und der Richter ſelbſt begriffen den Grund nicht, der den ausgezeichneten Rechtsgelehrten zu einer ſolchen Zeitverſchwendung, wie ſie meinten, ver⸗ anlaßte. Das Gefühl der Erſchlaffung hatte ſich allmäh⸗ lich aller Anweſenden bemächtigt und bekundete ſich hin⸗ länglich durch jene raſtloſe Bewegung, jenes Huſten, Kommen und Gehen, das jedem öffentlichen Redner als untrügliches Zeichen des ſchwindenden Intereſſes nur zu gut bekannt iſt. Auch Innocenzia, obgleich ſie dem Für und Wider nicht mit beſonderer Aufmerkſamkeit ge⸗ folgt war, fand ſich durch die lange Unterredung des