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„Ernſt, ſolche Reden darf ich nicht erlauben.“
„Nun gut, wir wollen über Worte nicht ſtreiten, — eben jetzt, da Sir Alexis mit der Hand der ſchönen Dame beglückt werden ſoll. Beim Zeus, Nelly, Du magſt ſagen, was Du willſt, aber das iſt der klügſte Streich, den ich ſeit Langem auf dieſe Weiſe ausführen ſah. Die ganze Familie ſchwimmt dadurch im Glücke, und wenn Du jetzt Deine Karten gut ſpielſt, ſo giebt Mama ihre Einwilligung und die nöthigen Mittel——“
Das Mädchen unterbrach ihn. Verdruß und Bitter⸗ keit kämpften mächtig in ihr. Sie wurde bald blaß, bald roth, erſt zitterte ſie, dann aber nahm ſie ſich zu⸗ ſammen und ſagte mit einer erkünſtelten Kälte, die Mo⸗ lyneur halb lächerlich halb abſcheulich fand:
„Wie ſoll ich denn meine Karten ſpielen und was ſoll ich von der Mutter verlangen?“
„Ne rief er mit halbem Lachen,„wozu dieſe Miene der Königin der Nacht? Wahrhaftig, ich dächte, wir müßten einander endlich verſtehen. Du weißt ganz gut, was ich will. Die Mutter ſoll ſich' endlich ent⸗ ſchließen, etwas herauszurücken, damit wir wiſſen, woran wir ſind.“
„Ich ſehe die Sache anders an,“ ſagte das Mäd⸗ chen, entſchloſſen, dieſe Frage auf immer zu beſeitigen. „Ernſt, wir müſſen einander endlich einmal verſtehen.


