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deſſen wie oft ſchon war das vorgekommen und wer hatte je in ſolchen Fällen gleich an Mord, an Criminal⸗ unterſuchung gedacht? Jede Andere würde auch dem⸗ gemäß gehandelt, das ganze Haus zuſammengerufen, Alles erzählt und ſomit vielleicht Tadel und Vorwürfe erfahren, tiefe Reue empfunden, aber nicht ſo furchtbar gelitten haben wie ſie. So aber hatte das arme Kind in ſeiner Thorheit ja Alles gethan, was Verdacht er⸗ wecken und den Schein einer wirklichen Schuld hervor⸗ rufen konnte. Ueber das Benehmen der Familie da⸗ gegen war er ſich noch nicht klar. Wollten ſie es todt ſchweigen? Alle dieſe Gedanken durchflogen ihn, als er den Weg nach Mrs. Eaſtwood's Hauſe eiliger als ge⸗ wöhnlich zurücklegte. Eben erſt hatte man hier Innocenzia's Abweſenheit entdeckt. Nelly hatte den Garten durchſucht und kam eben athemlos hereingeſtürzt, als Sir Alexis angemeldet wurde.
„Sie iſt nicht im Garten,“ hörte er noch Nelly mit ängſtlicher Stimme ſagen. Die Damen waren blaß und augenſcheinlich ſehr verlegen, doch wollten ſie ſich nichts merken laſſen. Sir Alexis befreite ſie jedoch von ihrer Angſt.
„Sie ängſtigen ſich um Innocenzia?“ ſagte er.„Ich komme, um Sie darüber zu beruhigen. Sie iſt bei mir,
d. h. bei meiner Schweſter, in vollkommener Sicherheit—“ Oliphant, Innocenzia. II. 14


