mir Euer altes Haus zeigen, und wir wollen Deinen Niccolo ausfindig machen—“
„Ach!“ ſagte ſie wieder, und ein Schauder durch⸗ bebte die ganze Geſtalt,„aber Sie müſſen mich erſt an⸗ hören. Alles wird dann vielleicht ganz, ganz anders werden. Ich ging alſo nach der Villa Vane, aber dort geſchah mir nichts— da traf mich Frederick im Dom und nahm mich zum Beſuch zu ſeiner Frau mit.“
„Handelt es ſich um Frederick und ſeine Frau? Ach, liebſtes Kind, ich bin es wirklich müde, von ihnen zu ſprechen oder zu hören. Du zitterſt aber, Innocenzia. Laß doch die Geſchichte, wenn ſie Dich aufregt. Auf mich wird ſie keinen Eindruck machen können.“
„Zum Beſuch zu ſeiner Frau mit,“ fuhr das Mäd⸗ chen unbeirrt fort in einförmig erzählendem Tone. „Sie war krank. Sie hatte Wuthanfälle. Sie ſchrie und zankte mit Allen und über Alles. Frederick aber war gut gegen mich, er iſt es immer geweſen.“
„Genug, liebes Kind, von Frederick,“ ſagte Sir Alexis ungeduldig.„Innocenzia, Du kannſt doch un⸗ möglich glauben, daß Dein Couſin mir ſehr intereſ⸗ ſant iſt.“
„Werden Sie nicht böſe auf mich,“ ſagte ſie mit flehendem Blick.„Er nahm mich mit zu ihr. Ich blieb lange bei ihr. Ich mußte ihr vorleſen. Oft war ſie
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