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böſe, oft auch freundlich. Ich las und las und endlich ſchlief ich ein——“ „O dieſer ſelbſtſüchtige Menſch!“ rief Sir Aleris.
„Dir die Pflege des entſetzlichen Weibes zu überlaſſen!“
„Ich wachte auf von ihrem Schelten. O, ſie war ſo roth, und die Augen glühten! Sie ſchüttelte mich, ſchimpfte mich und wollte mich ſchlagen. Ich war noch halb im Schlafe, ich zitterte——“
„Armes, ſüßes Kind, Du zitterſt auch jetzt wieder. Mein Liebling, was ſoll mir das Alles? Ein andermal erzühle Du———“
„Ich ſollte die Tropfen zählen,“ ſagte das Mäd⸗ chen mit immer leiſer werdender Stimme,„nie hatte ich das bisher gethan. Endlich— o, jetzt wenden Sie ſich von mir,— riß ſie es mir aus der Hand und trank— und hören Sie— Sie trank— und ſtarb! Wiſſen Sie nun, was geſchehen iſt? Ich habe Frederick's Frau ge⸗ mordet!“
„Großer Gott, Innocenzia!“
„Ich wußte es, ich fürchtete es— Sie würden mir böſe werden,“ rief ſie kläglich.
Sir Alexis zog den Arm, mit welchem er ſie um⸗ faßt gehalten, etwas raſch zurück. Er war eine Weile ſprachlos vor Entſetzen.„Großer Gott!“ ſagte er, als


