Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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kann nicht anders, ſagte ſie.Aber iſt es wahr, bleibt Frederick nun immer hier, Nelly?

Ach, was hat denn Frederick damit zu thun? rief Nelly ungeduldig und ſie küßte das ſüße, blaſſe Geſicht auf's Neue und hieß ſie bald einſchlafen. An der Thüre wandte ſie ſich jedoch noch einmal um und beugte ſich zärtlich über die Arme. Thränen füllten Nelly's Augen.Du armes Kind, rief ſie,was haſt Du denn gethan, daß Du ſo gequält wirſt? O Inno⸗ cenzia, bete, bete und flehe zu Gott, daß er dieſen Schatten von Deiner Seele nimmt.

Ich will es verſuchen, ſagte Innocenzia leiſe ſeufzend.

Nelly aber ging in ihr Zimmer und weinte ſich aus. Wie Vieles kämpfte auch in dem Herzen des lieben Mädchens, das doch jetzt ſo tapfer bemüht war, der Anderen den Kummer abzunehmen! Als die Mutter heraufkam, theilte ſie der Tochter den Inhalt ihres Ge⸗ ſpräches mit Frederick mit und ebenſo ſeine Anſicht, daß Innocenzia fortgeſchickt werden müſſe. Nelly fuhr heftig empor.

Wie? Sie geradezu aufgeben? Das arme Kind fortſchicken, das Gott uns anvertraut hat?

So fühle ich auch, liebes Kind, ſagte die Mutter, aber Frederick ſagt