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„Gott allein weiß es!“ ſagte die Mutter, und über⸗ wältigt von ihren Gefühlen, von Angſt und Zweifel ge⸗ foltert, weinte ſie lang und bitterlich. Dann ſaßen Mutter und Sohn noch lange im ernſten Geſpräch bei⸗ ſammen, und gar manche Erinnerung tauchte da auf, gar manches Wort Innoeenzia's, ihre entſchiedene Ab⸗ neigung gegen Amanda, ihre ſeltſame Frage an jenem ereignißvollen Abende: kann der Richter die Leute frei⸗ ſprechen?— eine Frage, die Frederick ja ſelbſt gehört hatte,— das Alles, Alles wurde auf's Neue beleuchtet, und Vieles erſchien jetzt in einem anderen Lichte. Noch nie in ſeinem Leben war Frederick ſo gewaltig ergriffen geweſen als eben jetzt, aber ſelbſt in dieſem Momente
kam ein gewiſſes Gefühl befriedigter Eitelkeit über ihn,
das freilich Innocenzia's That noch viel ſchwärzer er⸗ ſcheinen ließ.„Ihre allbekannte Liebe zu mir erklärt Alles ſofort,“ ſagte er; denn jetzt ſchien es ihm über allen Zweifel erhaben, daß das junge Mädchen nur aus wahnſinniger Liebe zu ihm ihre Rivalin ge⸗ tödtet hatte. Die Mutter vermochte nicht an die Mög⸗ lichkeit des Entſetzlichen zu glauben, ihr Sohn aber büßte in dem Momente ſeine Selbſtgefälligkeit ſchwer, er litt unſaglich dabei, denn— er glaubte feſt an Innocenzia's Schuld. „Was fangen wir nun mit ihr an?“ ſagte er⸗


