Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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ſetzte ſich zu ihm und theilte ihm die ganze ſchreckliche Geſchichte mit, vermied jedoch aus einer ihr ſelbſt un⸗ erklärlichen Scheu ihm zu ſagen, daß die Magd jene Worte Innocenzia's gehört habe. Sie zeigte ihm auch das kleine Fläſchchen mit den Opiumtropfen. Noch war etwas darin, und der Zettel mit Mrs. Frederick Eaſt⸗ wood's Namen und dem Datum hing noch daran. Der Anblick dieſes ſtummen Zeugniſſes erſchütterte den jungen Mann gewaltig. Ihm war es, als könne Amanda ſelbſt damit wieder heraufbeſchworen werden.

Du thäteſt beſſer, es zu vernichten, ſagte er, in⸗ dem er es der Mutter aus der Hand nahm. Sie riß es ihm weg und verſchloß es wieder in ihr Pult.

Weshalb denn vernichten?

Derartige Beweiſe ſollte man nicht aufheben, daraus kann viel gemacht werden, ſagte er, und ein Schauder überlief ihn.

O Frederick, Du willſt doch damit nicht ſagen, daß Du daß Du daran glaubſt?

Ich weiß ſelbſt nicht, was ich denken ſoll, ent⸗ gegnete er düſter.Mutter, ich bin ſehr unglücklich. Ich liebe Innocenzia weit mehr, als ich es je für mög⸗ lich gehalten hätte. Gott ſtehe uns bei, aber es klingt doch Alles ſehr begreiflich! Wie wäre auch ein ſolcher Gedanke ſonſt in ihren Geiſt gekommen?