Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Geſchäften? Sie ſollten guten Rath annehmen und an Ihre eigenen

Das iſt nun einmal keine Frauenſache.

Kinder denken, ſtatt ſich mit armen Verwandten zu 3 befaſſen. Ja ich weiß ganz gut, was ich ſage, und . Ihre Blicke nützen gar nichts. Ich gehöre jetzt zur 3 Familie, und wenig genug habe ich davon. Was hätte

ich mit meinem Aeußeren für eine glänzende Partie machen 3 können! Aber nun muß ich auch noch zu all dem Elend ſehen, wie ſo ein großes, faules Bettelmädchen uns das wegnimmt, was von Rechtswegen uns und unſern Kindern gehört! Das iſt wahrlich nicht zum Aushalten! Ich kann darüber nicht ſchweigen. Ich will ſprechen. 4Was iſt denn geſchehen, Amanda? ſagte plötzlich die Stimme ihres Gatten hinter ihr. Er hatte das heftige Sprechen gehört und war in voller Angſt hereingeſtürzt. Er fand ſeine Mutter in höchſter Aufregung, ſie war von ihrem Stuhle aufgeſtanden, und Amanda ſtand vor ihr. Das Geſicht der jungen Frau war dunkelroth, ſie hatte den weißen Arm hoch erhoben und begleitete ihre Worte mit lebhaften Geſten, ihr Athem ging ſchnell, 8 ihre Augen ſprühten Feuer. Er legte ſeine Hand auf ihren Arm.Beruhige Dich, Amanda, die Herren wer⸗ den gleich hereinkommen. Um des Himmels Willen, ſei ruhig! Willſt Du Dich wieder krank machen? Willſt

Du hier ein Schauſpiel aufführen? Oliphant, Innocenzia. II.