15
„Man ſollte nie über Sachen ſprechen, die man nicht vollkommen verſteht,“ rief Mrs. Eaſtwood mit heißen Wangen.„Innocenzia, liebes Kind, geh und hole ein Fußkiſſen für Lady Doul. Und vielleicht erfreut uns Amanda mit ihrer Muſik, wenn Du etwas Neues hier haſt, Nelly.“
„O ich ſpiele nie eher, als bis die Herrn dabei ſind,“ ſagte Amanda.„Aber ich ſehe gar keinen Grund, weshalb Sie mich ſo kurz mit meiner Frage nach Innocenzia abfertigen. Sie haben ihr ja eine Erziehung gegeben, nun muß ſie doch etwas damit anzufangen verſuchen. Wenn es Ihnen recht iſt, werde ich bei meinen Bekannten für ſie eine Stelle als Geſellſchafterin ſuchen. Weshalb ſollte ſie denn davon nichts verſtehen? Ich dächte, das wäre leicht genug. Und alle Ihre
Kinder ſollten ſich dagegen ſträuben. Warum dieſes große Mädchen, die nur Ihre Stiefnichte iſt, Ihren eigenen Kindern das Brod vom Munde wegeſſen ſoll, das begreife ich nicht. Fragen Sie, wen Sie wollen, ob ich nicht Recht habe. Jeder Pfennig, den ſie koſtet, wird Ihrer Familie entzogen.“
„Ich dächte, wir brauchten Lady Doul nicht mit unſern Familienangelegenheiten zu behelligen,“ ſagte Mrs. Eaſtwood, indem ſie ſich alle Mühe gab, ruhig zu bleiben. Darauf richtete ſie eine Frage an die alte


