Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Geſicht wie ein Schatten hinter der üppigen Geſtalt einher. Wo das junge Paar hinkam, überall erregte Frederick's bleiches Ceſicht Theilnahme. Ja, der arme Menſch, er fühlte ſchon jetzt, welch entſetzlichen Miß⸗ griff er mit ſeiner Wahl gethan hatte. Er erſchrak jedesgal, wenn ſeine Amanda nur den Mund aufthat, und blickte ſie finſter an. Vollends im Hauſe ſeiner Mutter legte er ſich keinen Zwang an. Schon hatte er das Spielzeug ſatt, das er doch ſo theuer bezahlt hatte (die arme Mrs. Eaſtwood freilich noch theurer), und ſeine offen zur Schau getragene Mißſtimmung ſöhnte die gute Mutter wieder völlig mit dem Sohne aus. Nelly aber ſchloß ſich dieſer allgemeinen Stimmung der Damen für Frederick nicht an.

Er hat geheirathet, wie er wollte, und er ſollte nun auch ſein Schickſal männlich tragen, wie ſich's ge⸗ bührt. Es iſt feige von ihm, jetzt ein ſolches Geſicht zu zeigen, feige und herzlos, rief das Mädchen mit Heftigkeit.

Nelly, ſei doch nicht ſo hart in Deinem Urtheil! ſagte die Mutter betrübt. So wußte denn Frederick mit ſeinem bleichen Geſichte ſich die Theilnahme des ſchönen Geſchlechtes in hohem Maße zu ſichern, und als

er eben jetzt hinter der Roſenwolke der Schleppe ſeiner Frau erſchien, flog ihm gleich das Intereſſe der Damen