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Herzens, ſo gänzlich unberührt von den Lockungen des Reichthumes geblieben war, das rührte den Mann und ließ ihn an den Himmel in der unentweihten Menſchen⸗ bruſt glauben. Noch lange Zeit, wenn er dieſer Stunde gedachte, überkam ihn halb eine ärgerliche Stimmung gegen ſich ſelbſt, halb eine feierliche, als habe er eine Viſion gehabt. Entmuthigt aber war er noch keineswegs. Sie konnte jetzt offenbar noch nicht die Seine werden, nun ſo wartete er geduldig. Seine Liebe war nicht von glühend leidenſchaftlicher Art; ſondern wie ein Blumenliebhaber ſich ſehnt, eine ſeltene Pflanze zu gewinnen, ſo verlangte
S ihn nach dem Beſitz des eigenthümlich holden Kindes. Er bedurfte ja keiner Geſellſchafterin, keiner Gehülfin:
ſie ſollte nur ſein Leben ſchmücken als ſchönſte Blume, als ſeltenſtes Kleinod, als der höchſte Luxus, den ihm ſein Reichthum verſchaffen konnte. Und mit ſolchen Ge⸗ ſinnungen kann ein Mann, beſonders wenn er fünfzig Jahre alt iſt, ſchon ruhig warten.
Als Mrs. Eaſtwood ihn fortgehen hörte, kam ſie ängſt⸗ lich in das Wohnzimmer zurück. Sein Fortgehen verkün⸗ digte ihr ſchon den mißlungenen Erfolg ſeiner Bewerbung. Innocenzia war eben in Begriff, mit ihrem Buche wieder in den Garten zu gehen, als die Tante zu ihr trat. Sie legte die Hand auf die Schulter des Mädchens und hielt ſie zurück.
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