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„Niemand wird Sie zwingen, liebes Kind,“ ſagte er gerührt.„Aber ich liebe Sie, Innocenzia. Folgen Sie mir mit freiem Willen. Niemand zwingt Sie dazu, das glauben Sie mir.“
„Ach, ich danke Ihnen,“ rief ſie und athmete erleichtert auf. Sie dachte nur an die letzten Worte. Mit ihrem alten bezaubernden Lächeln legte ſie die Hand auf's Herz und ſagte:
„Ich war einen Augenblick in Angſt, aber ich wußte ja, wie gut Sie find. Fühlen Sie nur, wie mein Herz ſchlägt. Sie ſind aber nicht böſe auf mich? Es war gewiß nicht recht von mir, daß ich mich ſo von hier fort⸗ ſehnte, als ich herkam, aber nun iſt's doch gewiß kein Unrecht, daß ich am liebſten hier bleiben will? Ich könnte es nicht ertragen, von hier fortzugehen.“
„Sie werden ſpäter anders denken,“ ſagte er,„und dann—“ Er hielt inne und ſprach die Drohung nicht aus. Er fühlte ſich verletzt durch die gänzliche Gleich⸗ gültigkeit der Kleinen bei ſeinem ehrenvollen Antrag, aber
ſeine edlere Natur ſiegte und er ſagte:„Ja, Innocenzia,
ich habe mich geirrt. Ich war zu vorſchnell. Doch nun hören Sie mich. Sollten Sie jemals Ihren Sinn än⸗ dern, jemals wünſchen, dies Haus zu verlaſſen,— ſollte je die Zeit kommen, wo Sie froh wären, eine andere immer offne Heimath zu finden und Einen der Sie liebt,
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