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ſeinem Munde war ihr vollends unverſtändlich. Wäre es ein warmer, jugendlicher Liebhaber geweſen, vielleicht hätte Innocenzia ihn dann verſtanden; aber die Zärtlich⸗ keit des ältlichen Mannes für das ſchöne Geſchöpf, das ſo jung und ſo ſeltſam in ſeinem ganzen Weſen war, blieb unerwiedert und unverſtanden. Sie hielt dieſe Redensarten wohl nur für Scherz.
„Innocenzia,“ rief er haſtig und ſo laut, als wenn er zu einer Schwerhörigen redete,„iſt es möglich, daß Sie mich wirklich nicht verſtehen? Ich liebe Sie,— iſt das nicht klar genug? Ich will Sie immer bei mir haben, als meine Frau. Sie ſollen mich heirathen. Alle Mädchen thun das. Sie haben mich gern, das haben Sie mir ſelbſt geſagt. Soll ich Ihre Tante rufen und ihr ſagen, daß Sie einwilligen, meine Gattin zu ſein?“
„O bitte nicht, bitte nicht,“ rief das arme, geängſtigte Kind.„Wenn ſie es wünſchte, müßte ich es ja thun. Ach, laſſen Sie mich hier. Ich bin ſo unwiſſend. Schelten Sie mich nicht. Ich fange eben erſt an, ein wenig beſſer verſtehen zu lernen.“ Und wie ein Kind faltete ſie bittend die Hände und ſah ihn mit den tiefen, dunklen Augen beſchwörend an.„Es würde wieder Nacht um mich werden, wenn ich fortginge. Ach, laſſen Sie mich hier!“
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