Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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und drückte ihre Hand ſo ſtark, damit ihre Aufmerkſam⸗ keit auf ihn gerichtet würde.Ich wünſche, daß Sie darüber nachdenken möchten, was ich Ihnen geſagt habe. Hier leben Sie als abhängige, wenn auch ſehr geliebte Verwandte. Die Zeit dürfte jedoch kommen, wo Sie dieſe Abhängigkeit als eine Laſt empfinden. Ich bin reich, und alle dieſe Reichthümer möchte ich Ihnen zu Füßen legen. Sie ſind ein armes Mädchen, Innocenzia; wenn Sie mir dieſe kleine Hand für das Leben überlaſſen wollten, ſo würden Sie eine vornehme, vielbeneidete Dame werden, Sie könnten thun und laſſen, was Sie wollten, reiſen, wohin Sie wünſchten, ja auch nach Piſa. Ich würde Alles thun, um Ihnen Freude zu machen, denn ich liebe Sie ſehr, Innocenzia, ſagte der Weltmann, und ſeine Stimme bebte, dem Kinde gegenüber.

Wie ſeltſam! Sie blieb ſo ruhig, ſo unberührt bei dieſer Werbung, während er, der geiſtreiche Mann, auf⸗ geregt, ängſtlich und verlegen war. Er hatte es ſich allerdings anders gedacht. Er hatte geglaubt, er dürfte nur die Hand ausſtrecken, und die ſchöne Blume wäre ſein; aber als er jetzt in das ſtille, ſchöne Blumengeſicht blickte, erſchien es ihm durchaus nicht mehr ſo leicht, ſie zu gewinnen.Und haben Sie keine Antwort für mich? ſagte er faſt demüthig, ihre ſchlanke Hand noch immer zwiſchen den ſeinen haltend.