Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Ich weiß nicht, ob ich Sie recht verſtanden habe, ſagte das Mädchen langſam und ſinnend.

Aber geben Sie ſich Mühe, mich zu verſtehen, liebes Kind! Ich will Sie heirathen, Sie ſollen mein ge⸗ liebtes, geehrtes Weib werden.

Heirathen wie Frederick und2 frug Inno⸗ cenzia, und ein Schauder flog über die zarte Geſtalt.

Ach wie jeder Mann, ſagte er ungeduldig. Innocenzia, Sie ſind durchaus nicht ſo einfältig, als Sie ſich ſtellen. Sie müſſen mich verſtehen. Haben Sie mich gern? Beantworten Sie mir dieſe Frage zuerſt.

Ja, ſagte Sie ruhig und ſah ihn dabei mit den großen, klaren Kinderaugen an.

Wollen Sie mich heirathen? Einfach geantwortet, mit Ja oder Nein.

Bitte, nein! ſagte das Mädchen ängſtlich.Bitte, nein!

Die kleine Hand wurde frei gelaſſen, Sir Aleris ſtand auf und ging im Zimmer auf und ab. Er war ärgerlich und ungeduldig, nicht verwundet, denn ſelbſt inmitten ſeines Verdruſſes fühlte er eine Anwandlung zum Lachen. Er hatte es ſich nun einmal in den Kopf geſetzt, dies halbe Kind zu heirathen, und nun ſo gradezu abgewieſen zu werden von eben dieſem Kinde, das dünkte

Hliphant Innveenzia. I. 13