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an. Er, der Weltmann, wußte nicht, wie er dieſem Kinde ſeine Wünſche klar machen ſollte. Ihr unbefangener Kinderblick ſchüchterte ihn ein. Einſchüchtern? Schon die Idee kam ihm lächerlich vor, und doch, ſobald er wieder auf Innocenzia blickte, fühlte er ſich eingeſchüchtert.
„Innocenzia,“ ſagte er,„ich habe Ihnen viel zu ſagen, aber Sie ſind noch ſo— jung, daß es mir ſchwer wird, es zu thun. Sie befürchteten ſo eben, daß man Sie fortſchicken würde. Haben Sie noch niemals daran gedacht, daß eine Zeit kommen könnte, wo Sie mit freiem Willen dieſes Haus verlaſſen würden?“
„Ich? Wohin ſollte ich gehen?“ frug das Mädchen. „Ich wäre gern in Piſa geblieben, aber jetzt weiß ich es beſſer. Ich habe weder Geld noch Heimath, ich muß hier bleiben. Auch will ich gar nicht fort von hier. Es iſt hier am Beſten.“
„So lieben Sie alſo Ihre Verwandten?“
Innocenzia machte eine kleine Pauſe, ſah ihn dann
an, als ob ſie ergründen wolle, was er eigentlich damit
meine, darauf ſagte ſie einfach,„Ja,“ und Sir Alexis, der erfahrene Mann, wurde roth unter dem kindlichen Blick des Mädchens, der ihn zu durchſchauen ſchien, ob⸗ gleich das in Wirklichkeit nicht der Fall war. Sie hatte ſich ja niemals ſelbſt gefragt, ob ſie die gütigen Menſchen liebte, die ſie umgaben; deshalb erfolgte auch auf die


