Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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Wehgefühl. Wieder allein in der fremden Welt, das war ja fürchterlich!Soll ich fortgeſchickt werden? rief ſie.Wollen Sie mir das ſagen? und eine Todesangſt, von der ſie ſich nicht befreien konnte, bemächtigte ſich ihrer.

Fortgeſchickt? Nein, das wäre das Letzte, was ich Ihnen ſagen möchte, ſagte er, und in ſeinen Augen ſchimmerte etwas, was ſie überraſchte und verwirrte. In ihrer kindlichen Einfalt verſtand ſie es zwar nicht, aber es rührte ſie doch gar ſeltſam. Ihre thörichte Angſt ſchwand unter dem Blicke. Jenes träumeriſches Lächeln,

mit dem ſie die fallenden Blätter vorhin betrachtet, flog

wieder über ihre Züge. Dies Lächeln war eine Eigen⸗ thümlichkeit des jungen Mädchens. Es rührte manche Leute zu Thränen, Andere berührte es unheimlich. Es war, wie wenn Jemand im Traume lächelt. Den alten Weltmann an ihrer Seite entwaffnete dies Lächeln ganz und gar. Es lag darin bei allem Unentwickelten doch die reine göttliche Unberührtheit des ewig Weiblichen. Ihr ganzes Weſen ſtand überhaupt jetzt wie auf der Grenze zwiſchen Himmel und Erde. Wohin ſich die Wagſchale neigen würde, ſchien unmöglich vorher zu ſagen.

Innocenzia, ſagte er weich und hielt erſt eine Weile inne, ehe er fortfuhr:Ich bin ſo alt wie Ihr Vater.

verlaſſen zu müſſen, ergriff ſie mit einem ſchmerzlichen