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Herz begehrt, iſt nicht zu verachten. Und das Alles für die kleine Couſine!“
Nellys Augen flammten, aber ſie war durch Er⸗ ziehung und Erfahrung klug geworden und hatte gelernt, ſich ſelbſt zu bezwingen. Sie ſtand auf und ging einige Schritte, wie um Innocenzia nachzuſehen, die eben jetzt langſam durch die Glasthüre in das Wohnzimmer verſchwand.„Armes Kind!“ ſagte ſie leiſe. Aber ſie
dachte dabei mehr noch an ihr eigenes Selbſt, an ihre
Unklarheit, ihre Zweifel, ihre kälter gewordene Empfin⸗ dung und die jetzt ſo häufige Gereiztheit. Innocenzia würde ein ſolches Schickſal nicht erfahren, dachte ſiez aber ſie vergaß dabei, wie wenig geeignet Sir Alexis war, ein junges Mädchen mit Liebe zu erfüllen.„Ich bin begierig, was ſie ſagen wird,“ murmelte ſie, immer noch nach dem Fenſter blickend, durch welches die Andere eingetreten war.
„Sagen? Nichts! Das iſt ja der Vortheil der Schweigſamkeit. Sie wird ſich ſchweigend Alles gefallen laſſen. Sie iſt aber ein Glückskind, das muß wahr ſein, und Deine Frau Mama muß ihre Karten ſehr gut gemiſcht haben,“ ſagte Molyneux lobend.„Da Du und ich ihre erſten Pläne durchkreuzten, fing ſie ihn für ihre Nichte ein. Du ſiehſt ſo böſe drein? Ich halte Mama für ſehr klug in dieſem Falle.“
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