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„Ernſt,“ ſagte Nelly ſchnell,„ich bitte Dich Seh jetzt. Wenn Du das nicht thuſt, ſo weiß ich ganz gewiß, daß wir uns zanken werden, und ich möchte das doch nicht gern,“ rief das Mädchen, mit Thränen in den Augen.„Bitte, geh' jetzt!“
„Aber, Nelly, Du biſt ja in ſchlechter Laune——“
„Ich bin bis in's innerſte Herz hinein ohne Freude, ohne Hoffnung, ohne—.“
„Nicht ohne Liebe!“ ſagte er, indem er ihre Hand in ſeinen Arm zog. Er wenigſtens liebte ſie, und Nelly weinte und ließ ſich von ihm tröſten. War ſie nicht für's Leben an ihn gebunden? War es nicht ihre Pflicht ſtill zu halten, zu dulden und zu harren, bis Alles ſich zum Beſten wendete? Alle dieſe Gedanken zogen durch des Mädchens Seele, während heiße Thränen ihr Herz erleichterten; aber der geheime Kummer blieb doch darin.


