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Hauſes zu ſein, niedergedrückt gefühlt hätte, wie das wol bisweilen geſchehen und dann Verdrießlichkeiten genug hervorrufen mag, nein, Innocenzia hätte eine ſo complieirte Idee gar nicht zu faſſen vermocht. Sie hatte weder eine falſche, noch überhaupt wol eine Vorſtellung »von dem, was Verwandtſchaft heißt. Sie nahm Alles hin, was ihr in dem Hauſe ihrer Tante entgegengebracht wurde, ohne zu fragen, wie ſie dazu käme. Dankbarkeit war eine ihr noch gänzlich fremde Empfindung. Sie hatte ja nie danach verlangt, hierher gebracht zu werden. Ja ſie dachte bisweilen in ihrer Unwiſſenheit, daß ſie doch viel lieber in Piſa geblieben wäre. Aber niemals fiel es ihr ein, danach zu fragen, weshalb dieſe Ver⸗ änderung ſtattgefunden, weshalb man Niecolo entfernt habe. Da ſie nie mehr als ein paar Franken in den Händen gehabt hatte, ſo hatte ſie auch keine Idee von Geld und Geldeswerth. Dieſe gänzliche Unfähigkeit des Denkens und Fühlens, dieſe Unklarheit des Geiſtes und Herzens ließ ſie auch den Reiz nicht empfinden, der in allem Neuen liegt und der doch ſonſt ſo belebend auf die Jugend wirkt. Sie frug nie, um ſich belehren zu laſſen, ſie ließ Alles an ſich vorüber gehen, und blieb gänzlich unberührt. Die Heiterkeit, die bei den Eaſtwoods herrſchte, ihr luſtiges Treiben regte ſie in keiner Weiſe an. So ſtand ſie denn mitten unter ihnen wie ein Weſen aus


