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Mrs. Eaſtwood mit Recht der Ueberzeugung gelebt, daß man ſie und die Ihrigen ſehr hoch ſtellte, und nun trat ihr eine Familie entgegen, die offen zeigte, daß ihr an einer engeren Verbindung mit ihnen durchaus nicht viel gelegen war. O, ſeit dem Kummer über Frederick und den Verluſt der Equipage hatte etwas ſo Schmerzliches nicht in der Bruſt der guten Frau gekämpft.
Wenn die Liebe in ein Haus eindringt, in welchem bis dahin nur die Zärtlichkeit von Eltern und Ge⸗ ſchwiſtern gewaltet hat, ſo führt ſie zuerſt faſt immer einen Riß, eine zeitweilige Trennung herbei. Das Brautpaar iſolirt ſich, die Eigenliebe tritt ſtärker hervor, die Hände, die ſonſt feſt verſchlungen waren, löſen ſich aus dem warmen Schutze elterlicher Fürſorge, und nur gar zu leicht entſtehen da Mißverſtändniſſe, wo ſonſt Alles klar und durchſichtig war. So auch hier. Nelly meinte, ihre Mutter ſei unfreundlich gegen ihren Ernſt, und dieſer wieder dachte bei ſich, daß ſeine Schwiegermama ſchon allerhand Eigenſchaften entfalte, die zu dem übelberüch⸗ tigten ſchwiegermütterlichen Charakter paßten, und ſah in ihr ſeine natürliche Feindin. Er ſcheute ſich auch nicht, hin und wieder einen Wink darüber gegen ſeine Verlobte fallen zu laſſen, was nun wieder Nelly ſehr unglücklich machte. Dann fand die Mutter ſie in Thränen, und auf ängſtliches Befragen wurde ihr in klagendem


