thun läßt. Ernſt iſt kein übler Junge, Madame, aber leider Gottes, ſehr unvernünftig. Er rennt in ſein Schickſal hinein, wie eben jetzt, ohne die! Folgen zu vedenken. Ich vermuthe, daß er Sie über ſeine Verhält⸗ niſſe nicht im Unklaren gelaſſen hat?“
Mrs. Eaſtwood antwortete nur durch eine etwas ſteife Neigung des Kopfes.
„Das ſieht ihm ähnlich,“ ſagte der Vater lachend. „Ohne einen Heller eignes Vermögen, ohne Ausſicht auf Verdienſt zu haben, läuft er hin und hält um ein hüb⸗ ſches Mädchen an, wahrſcheinlich mit dem Gedanken an ſchleunigſte Heirath,— der Himmel weiß, wovon er zu leben gedenkt.“
„So hat er allerdings nicht zu mir geſprochen,“ ſagte die Mutter.„Zwar hat er mir geſtanden, daß er kein Vermögen habe, außer dem Zuſchuß, welcher ihm von Ihnen gewährt wird, aber ich meinte, ſeiner Ver⸗ ſicherung Glauben ſchenken zu dürfen, daß bei größerem Fleiße in ſeinem Berufe——
Hier wurde Mrs. Eaſtwood abermals durch ein kräftiges„Ha, ha!“ ihres Beſuchers unterbrochen. Ihr war das höchſt unangenehm. Die ganze ſpöttiſch gering⸗ ſchätzende Art, wie die ihr ſo wichtige Angelegenheit von dem Vater des jungen Mannes behandelt wurde, er⸗ kältete ſie gegen dieſen, und ſie wurde im Laufe des


