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und den Tafeln aus Eichenholz. Hier empfing ſie auch
den heimlich gefürchteten Beſuch des berühmten Advocaten.
Als er eintrat, fand er die Dame des Hauſes an dem Tiſche mit ihren Wirthſchaftsbüchern beſchäftigt und fühlte ſogleich heraus, daß dieſe anſcheinend ruhige Haltung nur eine angenommene war. Da er die Frau, mit der er zu thun hatte, durchaus nicht kannte, ſo zog er daraus ſofort einen ganz falſchen Schluß, indem er für Berechnung hielt, was nichts weiter als Verlegenheit war. Mr. Molyneur war jedoch kein feinfühlender Mann und deshalb auch kein richtiger Beurtheiler des weiblichen Geſchlechts. Er war ein berühmter Redner, ein glänzender Vertheidiger, aber trotz alledem eine inner⸗ lich rohe Natur. Er war groß und breit gebaut, kleidete ſich nachläſſig und zeigte eine gewiſſe Beweglichkeit der Züge, die ſich beſonders in dem Spiele des ſchmalen Mundes offenbarte. Aber ein Schönredner war er nicht. Er beſaß eine ungewöhnliche Rednergabe und die hatte ihn populär gemacht. Sprach er jedoch über irgend einen Gegenſtand mit Pathos, ſo bewirkte er ſtatt der beabſichtigten Rührung häufig nur helles Gelächter. Der oberſte Gerichtshof ſah aber in ihm eine ſeiner größten Stützen, und trat ſein bloßer Name mit einer ſchon verloren gegebenen Sache in Verbindung, ſo war das ſo gut wie eine Freiſprechung. 5


