Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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aber ich habe wirklich nichts bemerkt. Freilich weiß ich nicht, ob es Nelly ebenſo gegangen iſt.

Der junge Mann fühlte ſich etwas gedemüthigt durch dieſes offne Geſtändniß, aber er entgegnete ſofort:

Sie dürfen feſt überzeugt ſein, daß dieſer Zuſtand der Unthätigkeit nicht länger dauern wird. Jetzt habe ich einen Grund, weshalb ich arbeiten und ringen will und muß. Natürlich darf ich nicht auf baldige Heirath dringen, was ich ſicher gethan haben würde, wäre ich klüger geweſen und hätte meine Vorbereitungen eher ge⸗ troffen

Nein, natürlich nicht, ſagte Mrs. Eaſtwood. Aber ſo angenehm ihr auch die Ausſicht war, das liebliche Töchterchen noch nicht ſo bald von ihrer Seite laſſen zu müſſen, ſo empfand ſie doch eine Art von Verachtung gegen den künftigen Schwiegerſohn, der ſo philoſophiren konnte. Was er ſagte, war ganz richtig, und ihr Herz fühlte ſich dadurch weſentlich erleichtert, aber eine Mut⸗ ter ſieht es nun einmal viel lieber, wenn ihr Kind im Sturme gewonnen und von dem ungeduldigen Werber gedrängt wird, ihm ſchnell zu Haus und Herd zu fol⸗ gen. Einem ſolchen Schwiegerſohne würde ſie allerdings freundlich zugeſprochen und ihn zur Geduld ermahnt haben, aber ſie mußte es ſich geſtehen, ſie würde ihn deshalb nur um ſo lieber gehabt haben.