und Muth entzieht; nein, außer dem, was der Leſer ſchon weiß, war ihr nichts geſchehen, und die Sorge um Frederick war ihr ja ſchon längſt keine mehr.
Ellinor war allein mit der Mutter im Zimmer, wir müßten denn einen gewiſſen kleinen Pinſcher, Winks genannt, mit zur Familie rechnen, und in der That war
er ein höchſt wichtiges Glied derſelben. Da aber Winks
eben jetzt in einem Knäuel zuſammengeballt ſchlafend auf einem Polſterſtuhle ruht und von dem, was um ihn herum vorgeht, gänzlich unberührt bleibt, verlaſſen wir ihn bis zu paſſender Gelegenheit und gehen zu der jungen Dame des Hauſes über. Was ſollen wir von ihr ſagen? Lieber Leſer, du kennſt gewiß hundert Mädchen, die ſo ausſehen wie Nelly. Sie hatte brau⸗ nes Haar, lachende, fröhliche braune Augen, ein zier⸗ liches Stumpfnäschen und weiche anmuthige Formen. Es war nichts Eckiges, nichts Steifes an ihr, alles ründete ſich, und ihre Bewegungen waren ſo elaſtiſch, ſo leicht— nun wie wohl bei faſt allen Mädchen von 20 Jahren. Nelly hatte keinen feſten Platz im Zimmer wie die Mama; ſie war durchaus nicht unruhig oder fahrig, aber ſie war allüberall. Auch weiß ich nicht, warum ſie immer in Bewegung ſein mußte, aber ſie ging nie ohne Grund, und ihre ſanften, leichten Schritte brachten Leben und Veränderung mit ſich, wohin ſie ſich


