Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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wecken ſollte. Aber die bleiche Februarſonne des heutigen Tages blickte nicht ſehr vielverſprechend auf die Erſtlinge des Lenzes herab. An ſolchen Tagen muß man die Be⸗ haglichkeit im Zimmer ſuchen, und hier war eins, wel⸗ ches den ſtrengſten Anſprüchen genügt haben würde. Mrs. Eaſtwood hatte, wie eine echte Familienmama, ihren beſonderen behaglichen Stuhl, ihren Tiſch und ihre weiche Fußbank, und dort thronte ſie wie eine Fürſtin mit unbeſchränkter, nie beſtrittener Macht. Platz genug war immer an ihrer Seite, daß man einen Stuhl daneben ſchieben, oder daß einer von den großen Jungen ſeine faulen Glieder auf dem Schemel zu ihren Füßen ausſtrecken und den Lockenkopf in ihren Schooß legen konnte. Da ſaß denn nun Mrs. Eaſtwood in ihrem ſchwarzen Kleide und mit ihrer Haube von veilchenblauen

Bändern, die das einzige Zugeſtändniß waren, welches

ſie ſich hinſichtlich der Farben erlaubt hatte, ſeitdem ſie Wittwe geworden war. Ein hellblaues Band zu tragen, würde ihr noch jetzt wie eine Entweihung erſchienen ſein. Brauche ich noch zu ſagen, daß ſie rund und voll war und vielleicht etwas zu viel Farbe hatte? Aber nur wenig Fältchen zeigten ſich auf dem hübſchen Ge⸗ ſichte und keine Wolken auf der Stirne. Wol hatte der Kummer ſie berührt, doch nicht in jener nagenden Weiſe, die allmählich dem Körper wie der Seele Kraft