lichen Bewußtſein erwacht war, dieſen Tag wieder ſo ruhig und ſtill vergnügt verleben zu können, wie den geſtrigen! Kein Wunder, daß ſie wie vom Donner ge⸗ rührt verſtummte. Es war der erſte Schmerz dieſer Art, der ſiei traf. Herzenskummer hatte ſie wol ſchon kennen gelernt, ſie hatte einen liebevollen Gatten beweint, aber in die Abgründe des Lebens hatte ſie noch nie ge⸗ ſchaut, und ſie erſchrack vor dem, was ihr Sohn ihr enthüllte, um ſo mehr als es Frederick war, geſtern ihr unſchuldiges Kind noch, und das ſie auch heute noch für unfähig hielt, ſolches Unheil angerichtet zu haben. Und doch war es ſo; aber der Schlag hatte ihre Urtheils⸗ kraft ſo geſchwächt, daß ſie, nachdem ſie ſich ſoweit er⸗ holt, um ſprechen zu können, anſtatt den Sünder tüchtig niederzudonnern, ihn mit den zärtlichſten Ausdrücken der Mutterliebe beſchwor, den wahnſinnigen Plan, nach Auſtralien zu gehen, aufzugeben. In dieſer einen Sorge vergaß ſie Alles: ſein Unrecht, die Schande, den Tadel
der Welt; ſie dachte nur an die eine fürchterliche Drohung
und erkannte darin den Höhepunkt des Jammers. Wir würden Frederick Unrecht thun, wollten wir annehmen, er wäre nicht vollkommen wahr in ſeiner Reue und in ſeinem Auswanderungsplan geweſen, auch hatte er durch⸗
aus nicht an den wunderbaren Erfolg ſeines eigenſin⸗
nigen Entſchluſſes gedacht. Dieſer Erfolg war nämlich
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