Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hatte nie ſeinen Fuß in das behagliche Hausdie Lin⸗ den geſetzt. Das wohlthuende Bewußtſein, immer zur Genüge zu haben, ein Bewußtſein, erquickender als poſi⸗ tiver Reichthum, hatten die Eaſtwoods von jeher empfun⸗ den. Sie lebten immer auf demſelben Fuße, nicht höher und nicht tiefer, ſie waren von gutem Blute und hatten vornehme Verwandte: was in aller Welt ſollten ſie noch mehr erſtreben? Freilich war es darum auch kein be⸗ ſonderes Verdienſt, wenn ſie glücklich und zufrieden

waren. Und dennoch war einmal ein Schatten über die

ſtille Behaglichkeit dieſes Lebens hingeglitten. Vier Jahre vor Beginn unſerer Erzählung war ein Ereigniß ein⸗ getreten, auf welches die Familie noch mit einer Art von abergläubiſcher Furcht zurückblickte, vielleicht auch mit einer Art von leiſem Bedauern, wie etwa ein Held, der um der Pflicht willen einem Throne zu entſagen hat. In demſelben Jahre nämlich, als Frederick die Univer⸗ ſität von Opyford verlaſſen hatte, gab Mrs. Eaſtwood ihre ſchöne Equipage auf. Sie äußerte ſich ſehr wenig über die Gründe, die ſie dazu bewogen hatten, und wenn hin und wieder eine theilnehmende Freundin ſagte:Sie werden Ihren Wagen ſehr vermiſſen, ſo erwiederte ſie ſogar heiter:Ich war von jeher eine treffliche Fuß⸗ gängerin, mir bekommt das Gehen viel beſſer. Sie

wollte durchaus nicht bemitleidet werden, aber im innerſten