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ten in ihrer Seele an, und ſie fühlte, daß die Per⸗ ſon, welche dieſe Worte geſchrieben hatte, ihr Inneres vollkommen richtig beurtheilte, wenn ſie darauf hin⸗ wies, daß eine Verſöhnung zwiſchen ihr und Robes⸗ pierre eine Kränkung von Manon Rolands heiligſten Gefühlen in ſich ſchloß.
Der Brief an dieſen Freund wurde in Stücke zerriſſen, und ſie murmelte bei ſich ſelbſt:
„Du haſt Recht, edle Theilnehmerin an meinem traurigen Geſchick; lieber einen dreifachen Tod erleiden, als dieſem Mann für das Leben auch nur von einer Stunde zu danken haben.“
Sie wartete mit Ungeduld, ihre Wärterin wieder eintreten zu ſehen; aber dieſe kam nicht. Madame Rolands Bedienung wurde für den Reſt ihres Auf⸗ enthalts in dieſem Gefängniß von der Frau des Ker⸗ kermeiſters übernommen.
Kurz hernach wurde Manon nach der Concier⸗ gerie gebracht.
VI.
Die finſtere und feuchte Zelle, welche ſie hier neben derjenigen erhielt, wo Marie Antvinette ihre letzten Tage dahin ſchleppte, war von der Art, daß es unmöglich wurde, derſelben ein milderes Ausſehen zu geben.
Sie war indeſſen noch nicht länger, als einen


