Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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ſame Wärterin, wenn ſie eintrat, mit einem forſchen den Ausdruck ihre Augen auf Madame Roland und ſchüttelte den Kopf.

Madame Rolaßd genas.

Eines Tags, als der Arzt ſich entfernt hatte, fand die Wärterin ſie mit Schreiben beſchäftigt.

Madame Roland ſchrieb an Robespierre.

In Folge der Unterredung mit dem Arzte war ein Schimmer von Hoffnung in ihrer Seele aufge⸗ taucht, und ſie ergriff die Feder, um an die Freund⸗ ſchaft, welche Robespierre früher ſie gehegt hatte, zu appelliren. Sie ſuchte nur Gerechtigkeit. Sie wußte bei ſich ſelbſt, daß in Frankreich kein Herz ſich fand, welches höher und wärmer für deſſen Freiheit und Glück ſchlug, als das ihrige.

Die Wärterin betrachtete ſie eine lange Weile, während ſie ſchrieb, und entfernte ſich hernach, um etwas ſpäter mit dem Eſſen einzutreten.

Als Madame Roland daſſelbe zu ſich nehmen wollte, fand ſie auf ihrem Teller ein zuſammenge faltetes Papier. Sie ſchlug es auseinander und las:

Mitleiden von dem, welcher Ihre Freunde ver⸗ folgt und getödtet hat, wäre ein Schimpf für Manon Roland. Dankbarkeit gegen Robespierre von ihr wäre Dankbarkeit gegen den Henker derer, welche ihr von ganzem Herzen und von ganzer Seele ergeben waren.

Madame Roland blieb eine lange Weile ſitzen und ſtarrte das Stück Papier an.

Der Inhalt deſſelben ſchlug die mächtigſten Sai⸗