Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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den Namen von Madame Roland auf die Liſte, welche das Ungeheuer Fouquier Tinville jeden Abend empfing.

Genug, den 31. Mai 1793 wurde ſie in den Kerker der Abtei gebracht.

Einige Tage daxauf kam eine Frau von demü⸗ thigem Ausſehen in das Gefängniß. Sie wünſchte mit dem Kerkermeiſter zu ſprechen.

Nach einer langen Unterredung mit ihm wurde ſie zum Dienſte im Gefängniß angenommen. Sie war eine Verwandte des Kerkermeiſters und ſollte bei ihm alle Obliegenheiten einer Magd verſehen.

Die neue Dienerin war ſchweigſamer Natur; ſie ſprach beinahe niemals und hatte den größten Theil des Geſichts von einer breiten, ſchwarzen Binde bedeckt, welche über das rechte Auge hinwegging. Das Antlitz war von Narben gefurcht, welche das⸗ ſelbe völlig entſtellten.

An demſelben Tag, da ſie in Dienſt trat, er⸗ hielt Madame Roland ſie zur Wärterin.

Als die neuangenommene Magd zum erſten Mal in Manon Rolands düſtere Gefängnißzelle trat, ſchien ſie ſo heftig erregt, daß ſie die Geſchäfte, welche ſie auszurichten hatte, nicht vollbringen konnte, ſondern wieder hinauseilte.

Tags darauf wurde Madame Roland in ein beſſeres Gemach verſetzt, wohin wenigſtens einige Strahlen der Sonne ſich den Weg ſbahnen konnten.

dDie ſchweigſame Wärterin brachte Blumen her⸗ ein und ſetzte ſie auf ihren Tiſch, verſchaffte ihr Bü⸗ cher, und ſeltſam genug waren dieſelben immer ſo