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muthete Erbſchaft bekommen habe. Mutter und Tochter wollten nun unverzüglich von Verſailles abgehen und das ererbte Landgut beziehen.
Marie beklagte tief, daß ſie nicht vor der Abreiſe
anon noch einmal ſehen könnte, aber verſprach ihr zu ſchreiben.
„Deine Briefe, Manon, bleiben hinfort die ein⸗ zigen Lichtpunkte in meinem Leben, bis ich dich wieder ſche und deine liebe Stimme höre. Sollten Schmerz und Kummer dich aufſuchen, dann, Manon, werde ich an deiner Seite ſeyn, und müßte ich dich auf der andern Hälfte des Erdballs aufſuchen.“
Das Jahr darauf war Manon verheirathet.
Dreiundzwanzig Jahre ſind vergangen.
Manon, ſeit 1770 mit Joſeph Roland verhei⸗ rathet, hatte bis 1791 den größern Theil ihrer Tage bald in Amiens, bald in Lyon, oder auf ihres Mannes Erbgute verlebt.
Der Anfangs ſo lebhafte Briefwechſel zwiſchen ihr und Marie wurde jetzt ſeltener und ſchon am Schluſſe des erſten Jahres von Manon's Ehe hörte er ihrerſeits ganz auf.
Verheirathet mit Roland, welcher um zwanzig Jahre älter als ſie war, an ihn nicht durch Liebe, ſondern durch Bewunderung ſeines Wiſſens, ſeines
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