Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Spielpartien und was dergleichen Pomp war, erregten bei ihr Ekel und Widerwillen.

Sie äußerte in Folge davon, nachdem ſie ſich einige Tage in Verſailles aufgehalten hatte, gegen Marie:

Wie kann man es nur aushalten, all dieſen Luxus, der mit dem Elend des Volkes erkauft iſt, täglich vor Augen zu haben und nicht von Haß und Abſcheu gegenüber einer ſo ungerechten Theilung ergriffen zu werden? Geräth dein Inneres nicht in Aufruhr, während Du dieſe Luft von Deſpotismus einathmeſt? Vergleiche dich mit dieſen Damen, welche ſo prunken und in der Hofgunſt ſich ſonnen, und ſprich, ob es dir nicht widrig vorkommt, daß ſie ein Recht zu haben glauben, auf dich herniederzuſehen? Würde ich hier beſtändig leben, ich wüßte nicht, wie ich am Ende all meinem Unwillen Luft machen ſollte.

Manon, ich denke nicht daran, ob andere Menſchen recht oder unrecht handeln; das müſſen ſie ſelbſt verantworten. Für mich gibt es nur die Er⸗ innerung deſſen, was geweſen iſt, und dich, erwie⸗ derte Marie.

Und für mich giebt es keine Luft hier, dachte Mandn.

Den Tag darauf verließ ſie Verſailles.

Wenig ahnte Manon, unter welchen Verhält⸗ niſſen ſie einander wieder umarmen würden.

Einen Monat nach ihrem Beſuch in Verſailles erhielt Manon einen Brief von Marie, worin ſie der⸗ ſelben mittheilte, daß Madame Briſſet eine unver⸗