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ſchweren Fieberanfall darnieder. Manon wachte an ihrem Lager und pflegte die ſtill Leidende mit zärt⸗ licher Sorgfalt.
Jean war verſchwunden. Er kam nicht, um ſich nach Marie zu erkundigen. Madame Briſſet ſuchte ihn vergeblich in ſeinem Atelier.
Unruhe und Angſt beherrſchten die ſonſt ſo harte Frau.
Endlich wurde es mit Marie beſſer. Sie er⸗ kannte wieder ihre Umgebung und lächelte Manon wehmüthig und zärtlich an. Zum Reden ſchienen ihr die Worte oder auch der Muth zu fehlen.
Eines Abends erhielt die Mutter folgenden Brief von Jean: 3 5
„Ich kann das, was die Tante für mich gethan hat, nicht damit bezahlen, daß ich Marie heirathe. Mein Wunſch iſt es geweſen, auf dieſe Art wo mög⸗ lich meine Schuld ins Reine zu bringen; aber jetzt wäre ich eher im Stande, mein Leben zu laſſen, als meine Freiheit zu opfern.
„
„Wenn die Tante dieſen Brief erhält, habe ich Paris verlaſſen. —„Marie iſt ein gutes und ſchönes Mädchen; ſie kann leicht einen beſſeren Mann bekommen als den Brudersſohn der Tante.
2 Jec 2 Manon ſah ein paar große Thränen me Briſſet über die Wangen rinnen, als di den
Brief zuſammenfaltete, und mit einer beinahe laut⸗ loſen Stimme ſagte ſie zu Manon: ₰ „Jean hat Marie aufgegeben!“


