Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Worte, welche über Jean's Lippen gingen. Sie gli⸗ chen einem glühenden Lavaſtrom, welcher Alles, was er auf dem Wege traf, zu vernichten drohte.

Manon ſtand wie betäubt da, aber hoch aufge⸗ richtet und kalt. Als er zu ihren Füßen um ein Wort der Zärtlichkeit, der Hoffnung, des Erbarmens flehte, gab ſie zur Antwort;

Geſtern redeten Sie von Liebe mit Marie, heute führen Sie dieſelbe Sprache gegen mich. O, welcher Gipfel von Treuloſigkeit!

Nennen Sie Marie nicht! rief Jean heftig. Sie iſt Nichts für mein Herz. In dieſem Augen⸗ blick wäre ich geneigt, das Band zu verfluchen, wel⸗ ches aus Dankbarkeit mich an dieſelbe feſſelte.

Halten Sie an! fiel Manon mit flammenden Augen ein.

Worte, ſtolz und zermalmend entſtrömten ihren Lippen. Sie erklärte, niemals würden ihre Gedanken, noch weniger ihre Gefühle ſich ſo tief zu einem Mann erniedrigen, der Gewiſſen und Pflicht verrathen könnte. Kalt ſey ihr Herz immer gegen ihn geweſen, und kalt werde es auch ewig bleiben.

Als Manon ſchwieg, ließ ſich ein Seufzer, ein tiefer und qualvoller Seufzer hinter ihr vernehmen.

Da ſtand Marie todesbleich.

Sie war gekommen, um Manons Portrait zu ve jetzt, wie ſie von Jean gehört hatte, fertig war.

Jean ſtürzte wie ein Wahnſinniger aus dem Zimmer, Marie ſank ohnmächtig zu Boden. Zwei Tage lag das arme Mädchen in einem