Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Wie innig freut es mich, Jan, Ihnen heute dazu gratuliren zu dürfen, daß Sie nunmehr recht bald Marie Ihre Gattin nennen werden. Machen Sie dieſelbe glücklich; ſie liebt Sie von ganzem Herzen und iſt ein wirklicher Engel.

Sie ſind alizu gut, Manon, daß Sie an mei⸗ nem Wohlbefinden ſo ſehr Theil nehmen, exwiederte Jean mit einem bittern Lächeln.*

Er nahm nun das Portrait vor, welches er gemalt und eingeſchloſſen gehalten hatte, damit Nie⸗ mand es zu ſehen bekäme, ehe es von ihm voll endet war.

Jean ſtellte es auf die Staffelei und zwar in ein günſtiges Licht. Darauf faßte er Manon an der Hand und führte ſie vor das Gemälde mit den Worten:

Geht dieſem Geſicht auch der Ausdruck des

Herzens ab? Leſen Sie, Manon, auch hieraus den

Mangel deſſelben bei dem, welcher es gemalt hat? Er drückte Manon's Hand hart in der ſeinigen. Das junge Mädchen ſtand unbeweglich da.

Eine hohe Flamme brannte in ihrem Angeſicht.

Das Bild, welches ſie vor ihren Augen hatte, kam

ihr wie das Ideal ihrer ſelbſt vor.

Jean, Sie haben meine Seele gemalt, wie ſie von Gott ausgegangen iſt, nicht mich, wie ich jetzt bin, ſtammelte ſie.

Mädchen, ich habe meine Liebe gemalt! rief

Jean.

Wir übergehen die wilden und leidenſchaftlichen