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eine ſtörende Weiſe ſowohl in Manon's als Mari Leben eingreifen.
Eines Abends, ſpäter als ſonſt, trat Marie bei ihrer Freundin ein, um wie gewöhnlich ein Stündchen⸗ mit ihr zu plaudern.
Ueber Marie's Angeſicht weilte ein Schimmer von Freude und Verſchämtheit. Die ſonſt bleichen Wangen hatten eine lebhaftere Farbe.
„Manon!“ rief ſie und ſchlang ihre Arme um deren Hals,„ſchon in einigen Tagen werde ich Jean's Frau ſeyn. Es iſt ihm heute gelungen, meine Mutter zu überreden, daß ſie zu unſerer ſchnellen Verbindung ihr Jawort gäbe.— Ach, Manon, Jean und ich, wir werden in dem Zimmer neben dem Mama's wohnen; ich kann dich ſomit täglich ſehen. Denke, wie unausſprechbar glücklich ich werde.— Jean liebt mich; Jean und ich, wir werden in deiner Nähe leben. Ich habe nichts mehr zu wünſchen, und das erſchreckt mich beinahe. Ich habe kaum zu glauben gewagt, daß ich Jean ſo lieb wäre, wie er mir heute betheuert hat. Es war ein ſo großes Glück, daß ich mir nicht darauf zu hoffen getraute. Nun habe ich es, und die Zukunft liegt vor mir wie ein einziger ſonnenheller Tag.“
Manon war glücklich mit ihrer Freundin, obwohl ſie bei ſich dachte, daß Jean nicht der Mann wäre, an deſſen Seite man von der höchſten irdiſchen Selig⸗ keit träumen könnte. Den Tag darauf fand ſich Jean wie gewöhnlich in des Graveurs Wohnung ein. Manon trat ihm mit den Worten entgegen:


