Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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in der Einbildung glücklich an Jean's Seite, geliebt und liebend.

Während Marie auf ſolche Weiſe ſich die Zukunft 6

mit lächelnden Farben ausmalte, ſtudirte Manon mit verdoppeltem Eifer. Sie hatte ſich die Kenntniſſe eines Mannes angeeignet und ſich in die Lektüre von Rouſſeau, Voltaire, Montesquieu vertieft. Ihre liche Seelenſpeiſe war jedoch Plutarch. Sie las Taſſo und ſchwärmte für. roße⸗ Schöne und Heroiſche.

Sie war ſo ſehr Welt, welche ſie in dieſen Büchern vor ſich offen fand, in Anſpruch ge⸗ nommen, daß ſie oft diejenige, von welcher ſie um⸗ geben war, gänzlich vergaß.

Sie merkte auch nicht, daß in Jean's Augen eine ſeltſame Gluth lag, wenn dieſelben auf ſie ge⸗ richtet waren. Sie gab nicht Acht darauf, daß er oft den Pinſel wegwarf, wenn er malte, und den Kopf in die Hand ſtützte, als ob er von einem Schwindel erfaßt würde.

Sie hatte keine Ahnung von der Leidenſchaft, welche ganz in ihrer Nähe ſich entwickelte, und arg⸗ wohnte nicht, daß die Bruſt des jungen Malers von Gefühlen erfüllt war, die mit Marie's Glück in feind⸗ lichem Widerſpruch ſtanden. Sein Aeußeres war ruhig, denn mit der Kraft ſeines Willens unterdrückte er jeden Ausdruck derſelben. Er ſchwieg und Manon träumte in Gedanken, die weit ab von ihm lagen.

So konnte es nicht bleiben.

Der Vulkan in Jean's Fmeteniußte noth⸗ wendig eines Tags zum Ausbruch kommen und auf