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Ausdruck, welcher anſpricht oder in Wahrheit dem Werke eine höhere Bedeutung verleiht, als daß es eben eine getreue Copie einer Hinrichtungsſcene iſt.“
Manon ſchwieg. Auch Jean gab keine Antwort darauf.
Eine lange Pauſe entſtand, während welcher beide den Blick auf Manon's Portrait hefteten.
Endlich äußerte Jean:
„Ich werde Ihrer Worte gedenken, Manon. Aus der Wunde, die Sie mir geſchlagen, wird eines Tags etwas Großes, ſey es im Guten oder Schlim⸗ men, entſproſſen. Jetzt will ich Sie um etwas bitten: ſitzen Sie mir noch einige Mal, aber zu einem andern Portrait, als zu dem angefangenen. Aber Sie müſſen mir verſprechen, das Portrait nicht ſehen zu wollen, ehe es fertig iſt.“
Manon ſagte zu.
Wiederum verfloß einige Zeit. Jean malte täglich an dem neuen Portrait. Das alte ſtand unberührt da.
Sein Benehmen gegen Manon war gätnzlich verändert. Er ſprach nunmehr nur wenig mit ihr, aber arbeitete deſto eifriger.
Wenn er nicht an ihrem Portrait malte, war er in ſeinem Atelier beſchäftigt.
Die freien Stunden brachte Jean bei Madame Briſſet zu, von Marie in Anſpruch genommen, mit welcher er Luftſchlöſſer für die Zukunft baute.
Marie ſſen in dieſen Monaten ihre lieblich⸗ ſten und ſchönſten Jugendträume. Sie ſah ſich ſelbſt


