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hat; aber es kommt mir vor, als ob ich dieſen Ge⸗ ſichtsausdruck nicht hätte. Möglich, daß ich ihn eines 5 Tages bekomme, im Fall ein großes Unglück mich heimſucht.“
„Manon,“ rief Jean heftig,„geben Sie zu, daß Alles, was ich mache, Ihnen mißfällt, daß Sie irgend ein Verdienſt bei mir weder zugeſtehen können noch wollen.“
„Das gebe ich durchaus nicht zu,“ antwortete Manon.
„Nun wohl, warum hatten Sie nicht ein Wort
der Billigung uns zu ſchenken, als Sie meine Ge⸗
mälde anſahen?— Hätten Sie dieſelben lobenswerth gefunden, ſo würden Sie nicht geſchwiegen haben.
Sie hätten mich wiſſen laſſen, welchen Eindruck die⸗
ſelben auf Sie machten, da es Ihnen nicht entging,
wie eifrig ich dieß wünſchte.“
„Wären Sie allein geweſen, ſo hätte ich Ihnen geſagt, Jean, was ich empfand. Nun aber wollte ich vor Andern Sie nicht damit verletzen.“
„Ah, es iſt alſo doch ſo, wie ich ſagte; Sie waren der Meinung, den Gemälden von mir fehle
„Das Herz,“ ſiel Manon ein.„Sie beſiten ein ungewöhnliches Talent, Jean; aber Sie können Ihren Schöpfungen nicht geben, was Sie ſelbſt nicht haben. Ihre Gemälde vermögen nicht zu Thränen
zu rühren, wohl aber die Seele mit Entſetzen zu erfüllen. Man ſchaudert, wenn man Carl Stuart an dem Henkerblock ſieht; aber man fühlt ſich nicht von Theilnahme ergriffen. Sein Geſicht hat keinen
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