Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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dersſohn; Monſieur Phlippon wünſchte Jean Glück zu den ausgezeichneten Fortſchritten, die er gemacht hatte, und Madame Phlippon lobte mit dem feinen Takt einer guten Frau ſeine Arbeiten.

Manon allein ſchwieg. Sie blieb lang vor jedem Gemälde ſtehen, betrachtete jedes Angeſicht mit geſpannter Aufmerkſamkeit, aber ohne ein Wort zu äußern.

Lang verweilte Manon vor einem Gemälde, welches Carl I. von England in dem Augenblick dar⸗ ſtellte, da er ſein Haupt auf den Block legen ſollte.

Augenſcheinlich fühlte ſich Jean von Manon's Stillſchweigen gequält. Er ſtellte einige Fragen an dieſelbe, welche ſie ausweichend beantwortete.

Endlich bemerkte Madame Briſſet, geärgert dar⸗ über, daß Jean ein ſolches Gewicht auf Manon's Ur⸗ theil legte, mit ſcharfer Stimme:

Mein lieber Jean, warum fragen? Hielte Manon dafür, daß deine Gemälde einigen Werth haben, ſo würde ſie es wohl ſagen, ohne daß Du ihr ein Urtheil abzuzwingen brauchteſt.

Manon wandte ſich von Carl I. ab und ant⸗ wortete hierauf:

Tante, ich finde, daß Jean's Gemälde einen ſehr großen Werth haben..

Etwas ſpäter kehrte man nach Hauſe zurück.

Marie war ungewöhnlich heiter. Sie fühlte ſich glücklich und ſtolz auf Jean. Er ſeinerſeits ſchien nach dem Beſuch im Atelier all ſein Intereſſe für Manon verloren zu haben. 638